Französische Pâtisserie mit Salon de Thé demnächst in Düsseldorf?


Eben über Twitter entdeckt: Ein französisches Paar, er mit solidem Hintergrund als Chefkonditor, will eine französische Pâtisserie mit Salon de thé in Düsseldorf eröffnen und sucht einen kleinen Anteil des Startkapitals über Crowdfunding (den Rest werden sie dann durch Kredite bekommen). Ich hab
tte anhand der Beschreibung eine starke Vermutung, was der Ort angeht (300m2, 49 Sitzplätze, zentral, derzeit 70 Jahre alte Konditorei)... sie hat sich aber nicht bestätigt. Ich hätte persönlich wirklich nichts dagegen, milde ausgedruckt. Unter dem Crowdfunding Link gibt es eine ausführliche Beschreibung auf französisch. Wer ein Link mit deutscher Info hat, darf sich gerne bei mir melden. Mehr als was unter dem Link steht, weiß ich auch nicht, aber neugierig bin ich schon.

Tarte mit Postelein-Walnuss-Pesto

Vegan ist en vogue. Und ich finde es leicht amüsant zu beobachten, wie viele das Thema entdecken, denn ich habe einige Jahre ziemlich vegan gelebt (weil mit einem Veganer zusammen), und das vor mehr als 10 Jahre. Ich mag viele vegane Gerichte, auch komplett vegane Mahlzeiten sind bei mir überhaupt keine Seltenheit, aber mein Körper verlangt nach tierischer Nahrung, kann ich nach langer Erfahrung sagen (wobei ich nie viel Fleisch gegessen habe; seit längerem ca. einmal pro Woche). Ich gehe auch davon aus, dass unter den meisten, die sich derzeit für Veganes Essen interessieren, die wenigsten langfristig streng vegan leben werden, aber eine allgemeine Verschiebung der Tellerinhalte von viel Fleisch auf viel Pflanzisches begrüße ich sehr.
Wer sich für das Thema interessiert, hat vielleicht schon über den kulinarischen veganen Selbstversuch der Autorin Katharina Seiser von Esskultur im Januar gelesen. Wenn nicht, dann kann ich es nur empfehlen, denn es geht und ging bei ihr um richtig gutes Essen, mit Anspruch an die Zutaten und die Herstellung, inklusiv Herkunft, und nicht, wie es leider bei vegane Rezepte manchmal der Fall  ist, um zweifelhaften Ersatz für die doch so vermissten tierische Erzeugnisse. (Ich hätte übrigens sehr gerne ähnliche Infos über deutsche, oder besser Düsseldorfer'sche Quellen für gute - in K. Seisers Sinne - Produkte, wie sie das für Wien und Österreich tut. Gibt's schon so was vielleicht?)
Schon im Januar habe ich in meinem schlafenden Blog nach veganen Rezepte gesucht, in der Überzeugung, dass es ziemlich viele davon geben würde, denn meine fast vegane Jahre sind nicht spurlos an mich vorbeigegangen. Es gibt einige (jetzt nachträglich als #tierfrei oder #tierfreitag "getaggt"), ja, aber... Ein Quiche würde ich bestimmt finden, klar. Oder? Doch nicht wirklich... Ich backe zwar häufig ein Boden aus Mehl, Öl, Wasser und Weinsteinpulver, und benutze nicht selten Hafersahne statt Kuhmilchsahne, weil mir das leichtere Ergebnis sehr gut gefällt, aber auf Eier verzichte ich nicht. Also habe ich mich in den französischen Blogs auf die Suche gemacht, denn mir sind dort einige Blogger bekannt, die mit anderen Zutaten experimentieren. Fündig bin ich schnell bei Clea* geworden, und es hat mir sehr gut geschmeckt, also poste ich jetzt (endlich, aber es lässt sich leicht saisonal ändern) das Rezept im Zusammenhang mit dem neu eingeführten Tierfreitag.


Tarte mit Postelein-Walnuss-Pesto (nach Tarte végétalienne au Pesto de roquette et de noix, von Clea*)

Für 4 Personen

Boden (Ich habe meins mit Weizenmehl und Öl gemacht, poste aber das Originalrezept)
1 Natursojajogurt à 125g
1 Jogurtbecher (125g, alos eben benutzt) Quinoamehl
1 Jogurtbecher Reismehl
1 Prise Salz
2 EL Olivenöl

Füllung
250g Seidentofu
1 gepresster Knoblauchzeh
40g Walnüsse
2 EL Olivenöl
1 TL Salz
50g Posteleienblätter, gewaschen (Original: Rucola)
Optional: Gomasio

Den Teig vorbereiten, mehlen, die Tarte-Form damit belegen, und beschwert 10 Minuten bei 180°C blind kochen.
Alle Zutaten für die Füllung bis auf einige Blätter für die Deko lang mit dem Stabmixer mixen, bis eine sämige Konsistenz entsteht. 


Auf dem blindgebackenen Boden verteilen, dekorieren, und noch 25 Minuten backen. Kalt oder warm servieren, mit frischen Blättern und Gomasio.


 Was man noch wissen kann:
Es ist bestimmt auch mit Spinat, vielleicht sogar mit Kale oder Mangold (dann ohne Nüsse?) nachzukochen.
*Die Autorin dieses Rezept, in Frankreich als Clea bekannt (das ist die japanische Aussprache ihres Vornamen Claire auf japanisch, denn sie hat in Japan gelebt), bringt jetzt ihr vegetarisches Kochbuch in Deutschland heraus, Veggie: Französisch vegetarisch. Einige Rezepte aus ihrem Blog habe ich bereits nachgekocht: sie sind bei mir unter dem Tag Clea zu finden.

Zitronen-Zucchini Risotto

Das zweite Zucchini-Rezept, das ich von einer Amerikanischen Freundin bekommen habe. Schlechte Fotos, aber sehr leckeres Gericht, das auch teilweise eingefroren wurde.




Lemony Zucchini Risotto

Salz
240ml Risotto-Reis
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, gehackt
100ml Weißwein oder Wasser
750 bis 1250ml Hühner, Gemüsebrühe oder Wasser
750g Zucchini, gerieben
Zest und Saft einer Zitrone
120ml geraspelter Parmesan (optional)
1 EL Butter
Basilikum

Alles aus dem Garten

Das Öl in einer breiten, tiefe Pfanne erhitzen. Wenn heiß, die Zwiebel darin kochen, ungefähr fünf Minuten. Dabei ab und an rühren. Den Reis dazu geben, und rühren. Salzen, und den Wein dazu geben. Rühren, bis die Flüssigkeit absorbiert wurde.
Die Brühe anfangen hinzugeben, eine Tasse nach der andere, immer wenn die Flüssigkeit zume grossen Teil absorbiert ist, und dazwischen immer rühren. Es sollte weder "suppig" noch trocken sein, bei mittlerer Hitze.
Nach ca. 15 Minuten (es hängt auch vom Reis ab), die Zucchini dazugeben, und rühren bis die Flüssigkeit, die erstmal entsteht, wieder absorbiert wird. 


Den Risotto probieren. Wenn der Reis länger gekocht werden muss, dann wieder ein bisschen Flüssigkeit geben und die Prozedur wiederholen, bis der Reis gekocht, aber mit leichtem Biss, ist. Zitronensaft und "microplanierten" Zest hinzugeben, sowie der Parmesan, die Butter, Pfeffer und dem gehackten Basilikum. Abschmecken.
Sofort servieren.

Mugshot...

Zucchini bread

Zucchini gibt es nach wie vor, aber ich hatte vo einer amerikanischen Freundin zwei Rezepte geschickt bekommen, von der sie begeistert war. Das erste ist für ein Zucchini bread, also ein Zucchini Kuchen, oder besser gesagt: zwei, von dem ein Stück eingefroren wurde. Die Mengen waren in Cups: Ich habe hier lediglich das Volumen in ml umgerechnet, auf Basis von 1 Cup = 236ml, aber dann aufgerundet. Es ging.


Zucchini Bread (für zwei Kastenkuchen)

720ml Mehl
1 TL Salz
2 TL Backpulver
3 TL Zimtpulver
3 Eier
530ml Zucker (beim nachmachen nur 400ml/g genommen
240ml Öl
3 TL Vanilleextrakt
470ml geraspelter Zucchini
240ml gehackte Walnüsse

Die zwei Formen ölen und den Backofen auf 165°C vorheizen.
Mehl, Salz, Backpulver und Zimt mischen.
Eier, Öl, Vanille und Zucker separat schlagen. Die trockene Zutaten dazu geben. Gut mischen.
Zucchini und Walnüsse darunter mischen, bis alles in dem Teig gut verteilt ist. Den Teig in die Formen geben.
40 bis 60 Minuten backen: dabei mit einem Messer oder Stab den Teig testen.


 20 Minuten kühlen lassen, bevor die "Brote" aus den Formen genommen werden.


 
Bei mir war der Teig nach 40 Minuten deutlich unterbacken. Also bin ich 15 Minuten lang Bohnen im Garten pflücken gegangen. Fehler! Denn nach 55 Minuten waren die Kuchen an den Ecken leicht schwarz... aber diese verkohlten Teilchen waren gut zu beseitigen.

Tarte à la tomate

Wenn der Backofen bei Aussentemperaturen von über 30 Grad an ist, dann ist es besser, gleich ein Teil des nächsten Essens zu backen. Während die gestrigen gerösteten Zucchinis rösteten habe ich also schnell eine Tomatentarte vorbereitet, die sich als extrem schmackhaft entpuppt hat, wegen des vielen Rosmarins in dem Teig, neben dem Senf.


Tarte à la tomate (für 8 St.)

Für de Teig:
250g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
ca. 6-7 EL Öl (ich habe Oliven und neutrales gemischt)
ca. 6-7 EL Wasser
2 EL gehackter Rosmarin
Salz

Für den Belag:
1 großer EL Dijon Senf
3 mittlere, reife Tomaten
Salz, Pfeffer

Den Teig aus allen Zutaten vorbereiten. Die Form mit dem Teig auslegen. Mit einem Gabel stechen. Den Senf darauf verteilen,

 
 dann relativ dicke Tomatenscheiben, Salz, Pfeffer.


Ca. 45 Minuten bei 180°C backen. Warm oder kalt essen.



Geröstete Zucchini nach Nigel Slater

Jeder, der derzeit ein Garten hat, sei es in Deutschland oder in Südfrankreich, hat mehr Zucchini, als er verarbeiten kann. So hat sich meine Mutter nicht gerade gefreut, als ich drei Zucchini aus meinem Koffer ausgepackt habe, kurz nachdem ich im Dorf angekommen bin. Ich hatte in knapp über eine Woche zenhn gepflückt.
Seitdem heißt es für mich, Zucchini kochen, möglichst schneller als neue wachsen. Drei Rezepte habe ich schon gemacht, in genau so viele Tage, und das erste hatte ich wenige Tage vor meinem Abflug in dem Guardian entdeckt. Es ist einfach und sehr schmackhaft, und schon schon waren vier Zucchini weg...


Geröstete Zucchini nach Nigel Slater (aus dem Guardian)

4 mittlere Zucchini
4 EL gehackte grüne Oliven
6 EL geraspelter Parmesan
2 EL gehackter Rosmarin
4 EL Bröseln
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Oliven, Parmesan, Rosmarin, Bröseln, Salz und Pfeffer mischen.


Backofen bei 180°C vorheizen.

Die Zucchini waschen und halbieren. Die geschnittene Seiten einschnitzen, und mit der Oliven-Parmesan-Mischung belegen. Leicht drücken, auf einem Blech verteilen.


Mit etwas Öl beträufeln. 45 Minuten bis eine Stunde backen. Sofort servieren