Soupe de légumes

Nach guter Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, die einfache Gemüsesuppe in diesem Blog zu erwähnen und zu loben. Meine Liebe dazu hat sich in meiner Kindheit entwickelt – ich gehöre zu dieser seltenen Kategorie von Menschen, die als Kind sehr gerne alle Gemüsesorten gegessen haben, ja, auch Spinat, und nein, kein Kardy - aber ich muss gestehen, dass ich sie jahrelang in Deutschland ignoriert habe, zu sehr war ich von den sehr nahrhaften deutschen, und von den leichten asiatischen, meistens japanischen Suppen fasziniert, die ich hier entdeckt habe.
In den letzten Jahren habe ich aber wieder angefangen, unter anderem durch die Verfügbarkeit von neu entdecktem altem Gemüse verführt, im Winter schlichte Gemüsesuppen in einem relativ großen Topf zu kochen, und über mehrere Abende zu essen: Man muss nicht jeden Abend viel Zeit für Vorbereitungen haben, um Selbstgemachtes zu essen, und diese Suppe schafft es, abwechslungsreich, so konzentriert in Geschmack, wie man will, und gesund zu sein. Bei meiner Mutter blieb der Topf tagsüber auf dem Fensterbank der Küche, und die Suppe war die Vorspeise zu dem Abendessen, bei mir lagert sie je nach Platz und Laune einfach auf dem Herd (ich habe eine kleine Küche, in der nur gekocht wird, und deswegen so gut wie nie geheizt wird), auf dem Balkon oder im Kühlschrank, und sie ist derzeit häufig der Hauptbestandteil meines Abendessens, neben Brot und Käse. Und zu der Überraschung einer Freundin besteht diese Suppe allein aus Gemüse, Wasser und Salz.* Es ist ihre Reaktion, die mich dazu geführt hat, diese Vorschläge zu posten.
Zwei Vorschläge für eine einfache Gemüsesuppe:
1er Vorschlag:
Für ein 2 Liter Topf:
1 Lauch (mit nur ein Teil vom Grün)
1 große Möhre
1 kleiner Kohlrabikopf

1 Petersiliewurzel
Salz

Wasser
2er Vorschlag:
1 mittelgroße Zwiebel
1 kleine Kartoffel
1 große Möhre
1 Petersilienwurzel
½ Selleriekopf (von einer kleinen Sellerie)

1 Spitzpaprika
Salz

Wasser
Gemüse putzen und würfeln beziehungsweise Lauch in kleinen Streifen schneiden. In dem Topf mit Wasser gefüllt und nach Geschmack gesalzen zum kochen bringen und je nach Würfelgröße mindestens 10 Minuten kochen lassen.

Die zweite Suppe habe ich am zweiten Abend mit dem Stabmixer gemixt: bei den Zutaten wurde sie schön sämig, und bei der Farbe könnte man aus der Ferne an eine Kürbis oder reine Karottensuppe denken.

Was man zur Abwechslung tun kann:
*Manche Menschen sind leider davon überzeugt, dass nichts Einfaches ohne Wundertüte gekocht werden kann.

Fett und weitere Gewürze – noch weniger magische Bouillons - sind für meinen Geschmack in dieser Suppe nicht nötig, auch wenn ich manchmal, aber nicht immer, etwas in meinen Schüssel hinfüge, wie eine Prise Thymian, Gewürzmischungen frisch aus der Mühle, Kresse, exotische Blätter von den ich den Namen nicht notiere
und prompt wieder vergesse, Tomatenmark, Sahne, oder neulich diese getrocknete Sojamilch-Streifen, die ich so kennen gelernt habe, und die zuerst gekocht werden müssen.
Was mir dazu noch einfällt:Es macht Sinn, für diese Mengen das Gemüse auf dem Wochenmarkt oder im Biosupermarkt zu kaufen. Die Vielfalt ist größer, und man kann leichter eine einzelne Kartoffel oder Möhre einkaufen. (Ja, ich kann jeden Tag in unmittelbarer Nähe bis 20 oder 22 Uhr einkaufen, also lagere ich wenig bei mir. Mir ist aber klar, dass nicht jeder das Glück hat, in einer Stadt zu leben, nicht wahr?)

Kommentare:

bolliskitchen hat gesagt…

na ja, wenn man auf dem Land wohnt, kann man das Gemüse ja fast vom Feld holen.......
Ein schönes SÜppchen!!!!

Schnuppschnuess hat gesagt…

Lecker! Und ist das etwa ein Opinel-Messer auf dem Foto?

Véronique hat gesagt…

@schnuppschuess: Es ist ein Besteck, und wie ein Opinel aus Frankreich, aber in dem Fall ist es ein Löffel mit der typischen "Laguiole" Biene, die früher nur die Messer aus der Stadt Laguiole zierte (alles geht den Bach runter!). Vielleicht hast Du die Biene wiedererkannt, wenn Du die Sarah Wiener Episode gesehen hast, in der sie ein Laguiole-Messer in Laguiole herstellt.